Tip Februar II

     Kräftigung Beckenbodenmuskulatur

 

Der Beckenboden ist für unser Becken wie die Filtertüte für die Kaffeemaschine. Er verhindert, dass die Organe nach unten rutschen und lässt aber gleichzeitig Löcher offen, für Gefässe, Harnleiter, Darm, etc.

Nach der Entbindung ist es sehr wichtig den Beckenboden zu trainieren, damit er Blase und Gebärmutter von unten stabilisieren kann und an Ort und Stelle hält. Besonders nach einem Kaiserschnitt, bei dem sämtliche Haltebänder von Blase und Uterus durchgeschnitten werden ist ein ordentliches Beckenbodentraining unabdinglich.

Dabei kommt es vorallem auf die Technik an. Da die Beckenbodenmuskulatur eine anaerob arbeitende Muskulatur ist, die ihre Energie aus den Kreatinphosphatspeichern unseres Körpers (Schnellenergielieferant für ca.5 Sekunden) bezieht, ist es wichtig, ihn nur kurz für maximal 5 Sekunden anzuspannen.

Um exakt zu fühlen, welche Muskulatur wie anzuspannen ist, schieben sie zunächst die Fingerspitzen wie am Skelett dargestellt unter die Sitzhöcker (Tuber ischiadicum). Spannen sie jetzt die Muskulatur zwischen den Fingern an, so dass sich die tastbaren Knochen einander nähern. Es ist ähnlich wie beim Verhalten des Harnes. Die Spannung wird max. 5 sec gehalten und danach für kurze Zeit entspannt. Üben sie am ersten Tag 10-20x und steigern sie täglich um 10 Wiederholungen. Nach 2Wochen ist das Gefühl des Anspannens so gut ausgeprägt, dass sie ohne Hände diese Muskulatur anspannen können. Üben sie bewußt weiter und nutzen sie jede sich bietende Gelegenheit tagsüber zum Üben.                                                                                                           

Hinweis: Eine intakte Beckenbodenmuskulatur bereichert ihr Sexualleben. Nach gynäkologischen Eingriffen fragen sie erst einen Fachmann, bevor sie das Übungsprogramm beginnen.      

Üben sie Schmerzfrei!